Arrivederci!

Aus und vorbei, Urlaub zu Ende und wir sind nicht sehr glücklich darüber. Hätten wir zwischendurch doch nur die Sofortrente gewonnen... Leider ist es uns nicht vergönnt und so müssen wir zurück in die Realität. Ein kurzer Blick auf die Seite des Robert-Koch-Instituts verriet uns, dass Italien nicht zu einem Risikogebiet geworden ist und wir uns nicht testen lassen müssen. Den gestrigen Nachmittag verbrachten wir in Verona, wo wir die wichtigsten Hot Spots abspazierten. So voll, wie es in Verona jedoch war, hat es kein Spaß mehr gemacht, schließlich waren wir Covid - 19 leere Städte gewohnt. An der Arena stießen wir auf unseren Jahrestag an. Ehe wir uns versahen war ed auch schon halb eins und das obwohl wir in See Unterkunft alles noch umpacken und uns für die Abreise richten wollten. Zuvor gönnten wir uns ein letztes Mal ein köstliches Abendessen.
Pünktlich um 8 Uhr wurden wir von der Zimmerservice mit unserem italienischen Frühstück geweckt, welches zur Covid-Zeit auf dass Zimmer gebracht wird. Anschließend war is ruck zuck alles gepackt und im Auto verstaut, welches beim Losfahren ein paar komische Geräusche von sich gab. Ich sagte B, er solle sich keine Sorgen machen, da es sich bestimmt um von alleine erledigen würde und siehe da: Das ominöse Etwas ist während der Fahrt abgebrochen. Es stellte sich heraus, daß es sich wohl um einen Spritzschutz der Bremsscheibenabdeckung handelt oder so ähnlich. Jedenfalls ist es dünn, rostig und leicht, sodass wir es als "billig und nicht notwendig" Fr die nächsten 600 km erachteten, was auch von mehreren WhatsApp Quellen glücklicherweise bestätigt wurde.

Nach einem kurzen Zwischenstopp in einem Supermarkt machten wir uns also auf den abenteuerlichen Weg nach Hause und ich glaube, ich habe B noch nie so viel fluchen hören und das bis  tief in die Schweiz hinein.

Unser Fazit:

1)Während einer Pandemie reist es sich erstaunlich gut. Musen und Sehenswürdigkeiten lassen sich toll und in Ruhe besichtigen.
2) Die Italiener frühstücken leider geil.
3) In Thaïland fährt es sich angenehmer, als in Italien.

COMO



LA SPEZIA UND CINQUE TERRE



PISA UND FLORENZ



LUCCA



ROM




NEAPEL



POMPEJI



AMALFI KÜSTE



SORRENT UND AMALFI



ASSISI




VAL DI ORCIA








4.10.20 22:25


Assisi, Val d Orcia, Montepulciano und Verona

Wieder ein Abreisetag. Heute sind wir auf den Weg nach Verona und von dort aus wird es dann wieder nach Freiburg gehen, leider. Gestern haben wir den Tag daher nochmal ausgiebig genutzt. Wir mieteten eine kleine, weiße Vespa und düsten durch Umbrien zurück in die Toskana und durch die Landschaft des Val d'Orcia, welches ein Teil der Provinz Siena ist und ebenfalls zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt. Der erste Zwischenstopp erfolgte in Bagni San Filippo. Namensgebend sind die heißen Quellen, die wir besucht haben und die eine Art Sticky Waterfall wie in Chiang Mai sind. Wir haben darauf verzichtet uns in die Quellen zu legen, da diese ziemlich voll waren und die Leute, die bereits auf den Felsen lagen, mich an Seehunde erinnert haben, die schlafen 🐳 Da ich mich nicht zu der Herde legen wollte und der Schwefel - Geruch ziemlich penetrant war, zogen wir uns rasch zurück und fuhren durch die Gegend des Hinterlandes und genossen die Aussicht auf die vielen kleinen Häuschen, Städtchen und Wege, wie man sie aus Werbeprospekten kennt. Zu guter Letzt fuhren wir nach Montepulciano einer kleinen, mittelalterlichen Stadt, die von Weinbergen und malerischen Landschaften sowie dem Val di Chiana und dem Val d'Orcia umgeben ist. Diese niedliche Stadt, etwa 60 Kilometer von Siena entfernt ist in der ganzen Welt für ihren „Vino Nobile“ bekannt, aber Assisi ist schöner 🤗🍷Ich konnte die Stadt nicht wirklich genießen, da die Fahrt aufgrund starker Winde und schlechter Straßen ziemlich anstrengend war und ich mich geplättet gefühlt habe 😐 Zurück in Assisi flüchtete ich mit einer Aspirin ins Bett und legte mich direkt schlafen, sodass ich heute wieder fit bin für Verona!
Wir haben Assisi relativ früh verpassen, da wir beschlossen haben nicht auf den Papst zu warten. Dieser wäre erst am späten Nachmittag angereist und unter Ausschluss der Öffentlichkeit, leider. Aber unter den Umständen haben wir noch genug Zeit für Verona und wer weiß, vielleicht gibt es heute Esel-Ragout, wie vor zwei Jahren schon 😊

























4.10.20 01:29


Assisi und der Papst

Nun sind wir in Assisi, unserer vorletzten Station, bevor es leider wieder nach Hause geht 😢 Jedoch sind wir sogar froh nach Assisi gekommen zu sein, dass es die Aussicht auf das Urlaubsende in Vergessenheit rücken lässt. Vergesst Amalfi oder Sorrent, Assisi ist unglaublich! Es ist eine wunderschöne, mittelalterliche Hügelstadt in Umbrien und Geburtsort dès Hl. Franz von Assisi. Da in dieser ursprünglichen römischen Kolonie die Gräber der heiligen Chlara von Assisi und des heiligen Franz von Assisi sind, ist die Stadt einer der bedeutendsten christlichen Pilgerorte. Nachdem wir unsere alte, aber traumhafte Unterkunft bezogen haben, begann unser Rundgang durch Assisi am Forum Romanum, auf dem noch der Tempio di Minerva zu besichtigen ist und ging bislang zur Rocca Maggiore, einem Turm über der Stadt, der als Wachturm diente. Von hier blickten wir zum Sonnenuntergang über die Stadt und Umbrien. Anschließend spazierten wir noch lange durch die Stadt.
Dabei fanden wir heraus, dass 2016 ein Junge, Carlo Acutis, in Assisi an Leukämie gestorben ist. Er war sehr gläubig und hat Eucharistische Wunder katalogisiert, was auch die Aufmerksamkeit des Vatikan auf ihn gelenkt hat. Lange Rede kurzer Sinn: Carlo soll selig/ heilig gesprochen werden. Doch um seliggesprochen zu werden, ist noch ein Wunder nötig. Als Teil des Prozesses wurde also kürzlich der Körper des 15-Jährigen exhumiert. Er wird jetzt daraufhin untersucht, ob er noch vollständig erhalten und nicht verwest ist. Sollte das der Fall sein, gilt das als ein Zeichen von Heiligkeit. Bis zum 10.10. ist Carlos Leichnam daher einsehbar und zufälligerweise sind wir gestern Nacht an der Kapelle vorbei gekommen, in der sein einsehbarer Sarg liegt, wo wir ihn uns natürlich angeschaut haben. Und was soll ich sagen: Verwesung sieht anders aus. Zufälligerweise wird morgen auch der Papst nach Assisi kommen, um seine neue Enzyklika unterschreiben. Obwohl der Aufenthalt von Papst Franziskus nur zwei Stunden dauern soll, gelten ganztägig strenge Sicherheitsvorkehrungen und wir sind sehr gespannt darauf, was wir erleben werden.
Den Abend ließen wir bei einem romantischen und sehr leckeren Abendessen ausklingen, bei dem wir über Gott, die Welt und Wachsleichen diskutiert haben.























2.10.20 23:19


Pompeji, Sorrent und Amalfi

Das war also nun Neapel. Die Italiener wurden kleiner und lauter, das Essen billiger und die Straßen chaotischer. Neapel hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen und uns bisher am meisten beeindruckt. Nicht, dass uns die Stadt besonders gut gefallen hat. Aber: „Vedi Napoli e poi muori“ besagt ein Sprichwort. Wenn man Neapel gesehen hat, kann man  beruhigt sterben. Und da ist schon ein Stückchen Wahrheit dabei, denn Neapel ist ein Bollwerk an Eindrücken und vielleicht der italienischste Flecken Italiens – und jedenfalls eine Welt für sich, die wir gerne erkundet haben.
Neapel erkundeten wir am ersten Tag zu Fuß, aber da es hier zugeht wie in Thailand haben wir uns für den zweiten Tag einen Roller gemietet, um durch die Gegend zu cruisen. Leider reichte mein italienisch nicht aus, um mit dem netten Herren die Bedingungen zu zu vereinbaren, also drückte er mir sein Handy in die Hand, um "Pronto!" mit seinem Sohn zu sprechen. Gesagt, getan. Details geklärt, Schlüssel bekommen und Andiamo!
Zunächst ging es nach Pompeji, womit ein weiterer kleiner Traum für mich in Erfüllung ging. Ich denke viel muss ich nicht schreiben, denn allen dürfte die Geschichte des Untergangs von Pompeji bekannt sein.

Es war is ein unglaubliches Gefühl durch die Stadt zu laufen, doch leider sieht man deutlich, dass es in den letzten Jahren durch Erdbeben, Verwitterung, Niederschläge und Vandalismus immer wieder zu Beschädigungen gekommen ist, mit deren Unterhalt die chronisch unterfinanzierte Behörde überfordert ist. Teile des Ausgrabungsgeländes sind daher für Besucher gesperrt, sodass wir gar nicht alles sehen konnten.
Was also nun mit dem angefangen Tag machen? Wir beschlossen nach Sorrent zu fahren eine traumhafte Küstenstadt im Golf von Neapel, durch die wir bummelten. Und weil wir schon so weit weg gekommen sind, fuhren wir anschließend die Amalfi Küste entlang über Positano nach Amalfi, wo wir uns ein feines Abendessen gegönnt haben mit frischen Meeresfrüchten, geräucherten Mozzarella und Risotto; alles mit einer feinen Zitrus-Note der Amalfi - Zitronen. Die schrumpeligen Zitronen sind für mich die besten Zitronen, die ich jemals probiert habe. Die Schale ist etwas dicker aber dafür essbar. Das weiße an der Schale ist nicht wie bei allen anderen Zitronen bitter, sondern voller Aroma, einfach herrlich 🍋

Abends machten wir uns entlang der Küste dann auf den Weg zurück nach Hause und ich glaube, ich spreche für B und mich, dass die Strecke entlang der Amalfi-Küste wohl die schönste war, die wir bisher gesehen haben ❤️




































Nun sind wir auf den Weg nach Assisi. Der Abschied von Neapel viel uns bisschen schwer, aber wir sind auch gespannt auf Assisi mIn Neapel haben wir auf jeden Fall viel gelernt, insbesondere, was das Rollerfahrer angeht. B fuhr nach dem Motto "Wenn die das machen, dann mach ich das auch!" Also wurde wild überholt, sich in Lücken eingefädelt und gebetet, dass alles gut läuft. Übrigens: Ampelfarben dienen lediglich der Orientierung.
Zur Rückgabe des Rollers gab es keine versteckten Überraschungen. Vielmehr bekamen wir noch einen neapolitanischen Espresso und ein bisschen Small Talk, ehe es mit dem Bus zurück zur Unterkunft gehen sollte. Natürlich haben wir den Bus verpasst, denn in Neapel muss man dem vorbeifahrenden Bus zu sich winken, sonst hält er nicht 🤷‍♀️ Und nun sehen wir mal, was uns in Assisi erwartet, denn es sind orkanartige Stürme angesagt 😁
2.10.20 00:05


Neapel

Für alle, die es noch nicht wissen, weil ich es "vergessen" habe zu erwähnen: Wir sind in Neapel! Und: Ach herrje!
Zumindest war das unser erster Gedanke, als wir in die Stadt reingefahren sind. Chaotisch, laut und unübersichtlich. Das Viertel in dem wir wohnen ist auch sehr speziell. Alles in allem: Wir waren nicht glücklich in einem verregneten Neapel zu sein aber am nächsten Morgen und mit Sonne sieht die Welt schon ganz anders aus. Man muss jedoch sagen, dass Neapel eine ganz eigene Welt und wie ein Bangkok Italiens ist. Auf unserem heutigen Weg durch die Stadt haben wir uns daher  von Essensstand zu Essensstand gehangelt und naepolitnische Leckereien probiert.
Apropos: Wir hatten einen super Start in den Tag, denn ich habe uns Naepolitanische Babas bestellt; natürlich ein Muss bei einem Besuch in Neapel. Wir wussten nur nicht, dass diese Babas "in Rum getränke Kuchen" sind und wenn es heißt "getränkt", dann meine ich es auch so, denn die Häppchen tropften nur so vor Rum...🥃
Ab dann begann also das Abenteuer in Neapel und endete im Castel San Elmo, welches direkt neben einem Kloster auf dem Hügel Vomero steht und Neapels Wahrzeichen darstellt. Wir genossen einen herrlichen Blick in jede Himmelsrichtung, einen wunderbaren Sonnenuntergang und einen Mondaufgang über dem Vesuv.

Ziemlich geplättet von den ganzen Eindrücken der Stadt sind wir spät abends wieder in unserer Unterkunft angekommen, um uns an die Planung für den nächsten Tag zu machen.
































1.10.20 00:19


Rom - Tag 3 und Weiterreise

Und vorbei ist die Zeit in Rom. Ein bisschen sind wir froh weiterziehen zu können. Langsam hatten wir genug von Rom bei Regen. Gestern ließen wir uns sehr viel Zeit in der Unterkunft, denn es regnete stark und ununterbrochen. Zudem war wa ziemlich kalt, sodass wir nicht sonderlich motiviert waren den Tag draußen zu zu verbringen. Dennoch machten wir uns irgendwann auf den Weg, als wir in einem naiven Moment dachten, dass es langsam besser werden würde. Über den Parco del Gianicolo "genossen" wir die Aussicht auf die Stadt unter uns und machten uns auf nach Trastevere, einem Bohème-Viertel Roms mit tollen Gassen, Tavernen und Läden. Es war schön, aber mit Sonne wäre es bestimmt schöner gewesen. Wir hatten irgendwann die Schnauze gestrichen und voll vom Regen und verkrochen uns in eine kleine Trattoria, in der wir uns mit Tee, Suppe und anderem Allerlei aufwärmten, um neue Motivation zu schöpfen.
Gegen Mittag wagten wir uns raus, denn der Regen hatte nachgelassen. Ab da war es ein Wechsel zwischen "Juhuu, es regnet nicht mehr" und "Scheiße, es regnet wieder. Wir gehen nach Hause." Letztendlich haben wir es erst um 22 Uhr nach Hause geschafft und bis dahin haben wir es ins Pantheon, die Engelsburg und zum Shoppen gebracht.
Das Pantheon befindet sich an der Piazza della Rotonda und ist auf den ersten Blick ein wenig unscheinbar grau, aber wenn man es betritt, weiß man, warum das einstige Heiligtum aller Gottheiten eines der größten Bauwerke Roms und eines der spirituellesten antiken Bauwerke ebenso.
Die Engelsburg ist ein Mausoleum, welches 139 nach Christus fertiggestellt wurde. Engelstatuen zieren beidseitig die Brücke, die zur Burg führt, die daher auch ihren Namen 'Ponte Sant Angelo' - die Engelsbrücke hat. Den Namen Engelsburg (Castel Sant Angelo) erhielt das Mausoleum von Papst Gregor I., der nah des Hadriangrabmals die Erscheinung des Erzengels Michael sah.
Nach dem ganzen Sightseeing bummelten wir durch die Straß e zurück nach Hause. Langsam tun uns die Beine immer schneller weh, daher griffen wir auf die Scooter zurück, die überall in Rom stehen und cruisten nach Hause 😚

























Den letzten Tag verbrachten wir im Vatikanischen Museum und der Sixtinischen Kapelle und beides beeindruckend uns sehr. Was uns auch beeindruckte waren die Sicherheitskontrollen am Eingang, denn die machen den Sicherheitskontrollen an den Flughäfen Konkurrenz. Fotos in der Sixtinischen Kapelle durften leider keine gemacht werden.







Jetzt haben wir noch 1 1/2 Stunden Fahrt vor uns bis nach Neapel, wo es auch regnen soll 😍 Meine ganzen Kleidchen habe ich umsonst eingepackt 😐Aber immerhin wurde mir mittlerweile dreimal gesagt, dass meine Aussprache perfekt sei, das motiviert mich doch sehr, die Sprache noch besser zu lernen 😁 Ich bin jedenfalls nach der letzten Aussage der Dame sehr stolz durch die Engelsburg stolziert 😄 🐩🦚
28.9.20 16:12


Rom - Tag 2

Gestern sind wir gelaufen, gelaufen und gelaufen. Als wir nach 13 Stunden wieder zurück in unserer Unterkunft angekommen waren, fielen wir müde aufs Bett und merkten erst, wie sehr uns die Beine schmerzen.
Wir starteten den Tag mit einer kurzen Busfahrt zum Nationaldenkmal von König Vittorio Emanuele II. Ein imposantes Gebäudes, welches zu Ehren dessen ersten römischen Königspalast erbaut wurde und es ist wirklich kolossal. Unser Weg führte uns jedoch zum Kolosseum, für das wir letztendlich doch noch Tickets gekauft haben. Auf dem Weg dorthin biederte sich ein Guide nach dem anderen an, was ziemlich anstrengend wurde. In der enormen Ruine des Kolosseums können die Tribünen, die Arena und die unterirdischen Bereiche dieses größten Amphitheaters des antiken Roms besichtigt werden. Wir waren tatsächlich überrascht, wie klein das Kolosseum eigentlich ist, haben wir es uns viel größer vorgestellt.

Über den Palatino, hier lebten z. b. Augustus und Livia, und die Gärten des Palastes ging es zum Forum Romanum. Das Forum Romanum war das wichtigste Zentrum des Römischen Reiches und so spazierten wir durch alte Tempel, Triumphbögen, Markthallen und anderen wichtigen Gebäuden, die von den Kaisern errichtet wurden.
Unser Sightseeing-Hopping ging weiter zum Trevi-Brunnen und der Spanischen Treppe. Ab hier wurde es jedoch Zeit zu flüchten, denn die Wolken haben wieder den Himmel verdunkelt, es donnerte gewaltig und es kündigte sich Regen an. Wir flüchteten mit unseren Eis über die Spanische Treppe in ein Caffè und blieben dort erst einmal eine Weile, denn es hörte nicht auf zu regnen.

Irgendwann konnten wir uns aufmachen, um unsere Runde fortsetzen. Über die Parkanlagen der Villa Borghese ging es zur Terrazza del Pinco, wo wir den Ausblick auf die Stadt genießen konnten. Anschließend bummelten wir sehr erfolgreich durch die Via del Corso, ehe es über den Tiber zur Engelsburg, den Petersplatz und anschließend wieder nach Hause ging.



























Happy Birthday aus Rom, A!
27.9.20 08:51


Rom - Tag 1

Wer hätte gedacht, dass sich die Fahrt noch verrückter gestaltet, als ohnehin schon erwartet. Der Fahrstil der Italiener wurde von Kilometer zu Kilometer kurioser und die Straßen schlechter. Stellenweise hatten wir Mitleid mit dem Auto. Kurz vor Rom passierten wir einen Unfall, der wohl einige Augenblicke zuvor geschehen sein muss, denn es war weder Polizei, noch die Feuerwehr vor Ort. Ein Unfallwagen brannte lichterloh und rauchte die ganze Straße zu.
Kurze Zeit später passierten wir ein Auto, welches sehr seltsam fuhr. Bei einem genaueren Blick stellte sich heraus, dass der Fahrer eingenickt war. Wir hoffen sehr, dass er eine Pause eingelegt hat... Zu guter letzt: Direkt an einer Ausfahrt/Gabelung saß eine Prostituierte auf einem weißen Campingstuhl und wartete...? Alles in allem war es eine abenteuerliche Fahrt und wir waren erleichtert, als wir endlich angekommen waren.
In der Unterkunft ärgerte ich mich zunächst über einige "Fehlangaben", aber wir machten uns relativ zügig auf den Weg zum Vatikan, wo ich etwas zu Essen und einem Espresso bekam, sodass der ganze Ärger eigentlich in Vergessenheit geriet, denn auch der Petersplatz und der Petersdom verschlungen einem die Sprache. Leider musste ich erst mit dem meinen 30 Jahren lernen, dass der Schornstein auf der Sixtinischen Kapelle für das Konklave extra angebracht wird, und nicht fest installiert ist, was mich ein bisschen enttäuscht hat. Aber das Innere des Petersdom hat es wieder wett gemacht, denn sowas habe ich tatsächlich noch nie gesehen. Das Innere des Doms erstreckt sich unglaublich weit und es glänzt und leuchtet überall, während Fresken, Statuen und Grabstätten die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Es war ein wirklich atemberaubender Anblick und leider können die Fotos nicht annähernd das wiedergeben, was wir sehen durften und das mit nur einer handvoll Touristen. Ich jedenfalls war überwältigt.
In der Mitte des Petersplatzes steht der Vatikanische Obelisk, der aus dem Circus des Caligula und Nero stammen soll, in dem Petrus der Überlieferung zufolge Kopfüber hingerichtet wurde. Im Fuße des aus Ägypten stammenden Obelisken soll sich die Asche von Caesar, in seiner Spitze ein Teil des Kreuzes Christi befinden. Leider können wir die Geheimnisse des Vatikan in der kurzen Zeit nicht lüften, aber spannend ist alles allemal.
Die Vatikanischen Gärten und die Sixtinische Kapelle werden wir uns am Montag noch anschauen, denn dafür war gestern keine Zeit mehr. Wir spazierten stattdessen noch um den kleinen Staat, flüchteten vor einem spontanen Regenschauer und gingen anschließend etwas essen. Wir wählten eine Trattoria, die klassisch römische Gerichte anbietet, unter anderem:
1. weichgekochte Sehnen und Knorpel von Kalb und Rind in eingelegten Gemüse
2. Leberauflauf
3. geschmorter Ochsenschwanz
4. Ochsen Magen mit Tomaten, Sellerie, Möhren und Schafskäse
5. Rindswange
Ich habe das erste und letzte Mal Leber probiert 🤢 Uns wurden dann noch weitere Gerichte der ländlichen, römischen Küche serviert und wie sind uns nicht sicher, was wir letztendlich gegessen haben, aber wir vermuten, dass es sich um die eingelegten Sehnen und den Knorpel gehandelt hat... 🤷‍♀️ Pamela, die Köchin, konnte uns nicht wirklich Auskunft geben. Wir werden aif jeden Fall immer mehr zu Italienern: Wir essen immer später, trinken mehr Kaffee (es gab  um 22:30 Uhr noch einen Espresso) und wir frühstücken mit den anderen Italienern an der Theke 😎


















26.9.20 21:44


Lucca

Wir haben Neuigkeiten: Es regnet! Ständig donnert und blitzt es; sowas habe ich ja noch nie erlebt. Auch in Lucca war uns das Gewitter ständig auf den Fersen und es hat zeitweise geschüttet wie aus Eimern, sodass wir sogar in ein Foltermuseum geflüchtet sind. Immerhin wird meine Aussprache immer besser, was mich sehr freut!
Heute ist also unser letzter Tag bei Pisa angebrochen und wir haben den Tag in Lucca verbracht, einem hübschen, kleinen Städtchen am Fluss Serchio in der Toskana. Auffällig war die gut erhaltene Stadtmauer aus der Renaissance, die das Stadtzentrum umgibt und im Vergleich zu Pisas Stadtmauer echt was her macht. Grundsätzlich lädt die Stadt zu einem ausgiebigen Spaziergang durch die Gassen ein, was wir auch gemacht haben.
Lucca ist angeblich ein Städtchen der Superlative. Die feinsten italienischen Cantuccini sollte es hier geben, also aßen wir diese in der Pasticceria bei Dianda. B haben sie sehr geschmeckt, ich fand sie in Ordnung. Dafür war der Espresso klasse. Die beste Aussicht über die Dächer von Lucca könne man vom Torre Guinigi aus genießen, was wir natürlich ausprobierten, nachdem wir die paar hundert Stufen erklommen sind. Auf dem höchsten Turm der Stadt stehen sechs Eichen, die Schatten spenden, einen tollen Rahmen für die Aussicht bieten und einen davon träumen lassen auch so eine schöne Dachterrasse besitzen zu können. Was soll ich sagen? Von unserer Gruppe gingen wir als letztes wieder runter, weil wir uns nicht satt sehen konnten.
Lucca ist auch als Stadt der Kirchen bekannt, also wagten wir auch hier einen Blick auf die gotisch-romanische Kathedrale, welche erstaunlich spartanisch ausgestattet war.
Und als hätte Lucca nicht schon genug zu bieten gehabt, fanden wir uns plötzlich am Amphitheater an der Piazza dell'Anfiteatro wieder, ehe wir in einem Restaurant die typische lucchesische Küche in Form von diversen Antipasti und Wein probierten. Alles in allem ein herrlicher Tag, trotz Regen und anstehender Weiterreise in die schönste Stadt der Welt: Rom!

P. S. Es regnet immernoch und das Gewitter ist nun direkt über das uns. Gott sei Dank ist Sloth bei uns. Den kleinen werde ich vermissen 😭










Weiterreise nach RomKein Gewitter, kein Regen; nur Sonne, Wolken und eine Brise. Herrlich. Das erschwerte uns die Abreise allerdings etwas, doch wir freuen uns auch sehr auf Rom, auch wenn B langsam die Schnauze voll hat von den italienischen Straßen. Hoffentlich wird es Richtung Süden besser... 😜
Nach dem Frühstück prüfen wir die Route, checkten aus und los ging es dir Küste entlang in die ewige Stadt. Wir berichten. Bleiben Sie dran!

Ich habe übrigens einen neuen Freund:


P. S. "Was für beschissene Straßen, ey!"- "So ne Scheiße!" - "Das wird ja immer schlimmer!" - "Selbst in Nordmazedonien sind die Straßen besser!"

Und wir haben noch zwei Stunden Fahrt vor uns 😂
25.9.20 11:48


Florenz

Wie lange kann so ein Gewitter bitte anhalten? Es kann doch nicht sein, dass wir aus Pisa zurück kommen und es gewittert und als wir nach Florenz gefahren sind, es immer noch gewittert und geregnet hat 😐 Immerhin hab ich mich auf diese Eventualitäten vorbereitet, nicht, wie andere Mitreisende. Aber mittlerweile sind wir alle einer Meinung, dass Herr B vielleicht doch eine Regenjacke braucht, denn sieh an, heute regnet es auch und in Rom soll es ebenfalls regnen 💩
Nichtsdestotrotz ließen wir uns nicht unterkriegen, sodass wir gestern entspannt durch Florenz geschlendert sind, bei Regen diese schöne Stadt in vollen Zügen genossen haben und den Tag am Abend mit köstlichen Wein, Antipasti, Pasta und toskanischen Kaninchen-Eintopf ausklingen haben lassen. Mit dem Zug ging es dann schnurstracks wieder zurück nach Pisa. In unserer Unterkunft erwartete uns Sloth quasi schon und kam direkt in unser Apartment reingerannt. Zu dritt haben wir es uns im Bett gemütlich gemacht und träumten von Sonne in der Toskana.

Der nächste Tag, also heute, begann mit Regen. Coool! 💩 Also heute doch kein Strand. Dafür fahren wir nach Lucca, ein Städtchen in der Nähe unserer Unterkunft und ein Städtchen, welches angeblich die besten Cantuccis in Italien anbietet. Ansonsten haben wir spontan unsere Rückreise umgeworfen. Beim Frühstück haben wir uns eine Weile mit Riccardo unterhalten und danach beschlossen, länger in Assisi zu bleiben und anschließend, auf halber Strecke nach Hause, in Verona einen Zwischenstopp einzulegen. Hoffentlich können wir Riccardos Tipps gut umsetzen 😁 Und jetzt geht es nach Lucca! Arrivederci!














24.9.20 11:16


Pisa

Nun ist es also doch so gekommen, wie befürchtet: Es regnet 🌧️ In der Nacht hat es ordentlich gewittert, was uns wach gehalten hat. "Erholt" bestaunten wir dafür einen schönen Regenbogen von unserem Balkon aus, verzogen uns dann aber wieder ins Bett, um einen besonders starken Kaffee zu trinken, denn jemand - nicht ich - hat den falschen Knopf auf der Kaffeemaschine gedrückt ☕ Wir packten anschließend rasch zusammen und verließen unsere Unterkunft, um uns auf den Weg nach Pisa zu machen, wo es laut, Wetterbericht ebenfalls regnen soll 💩 Wir hofften auf das Beste, denn wir haben eine Unterkunft mit großen Garten und Pool gebucht, um uns dort auch austoben zu können.

Und da waren wir auch schon, nach circa einer Stunde Fahrt. Leider war der eigentliche Zufahrtsweg versperrt, sodass ich Ricardo, unseren "Vermieter", angerufen habe, der uns prompt aufgegabelt und zur Unterkunft gebracht hat. Wir sind in einem typisch toskanischen Häuschen umgeben von Feldern und einer Zypressen gesäumten Allee, abseits von Pisa. Ricardo begrüßte uns mit einem frischen Espresso und vielen, vielen Tipps für die Stadt, denen wir gleich nachgegangen sind, nachdem wir unser Appartement bezogen haben.
Das Wetter hat sich glücklicherweise noch eingependelt und es wurde noch richtig schwül und fast schon unangenehm heiß. Da wir vorhaben mit dem Zug nach Florenz zu fahren, haben wir, neben der Altstadt, die Parkmöglichkeiten um den Bahnhof geprüft, damit wir morgen die Lage einschätzen können.

Am Abend gönnten wir uns am schiefen Turm von Pisa noch eine Kleinigkeit zu essen, ehe wir nach Hause fuhren, wo wir von "Sloth" begrüßt wurden, einer der acht Katzen, die hier leben. Sein Besuch hat mich sehr happy gemacht und den Tag perfekt abgerundet 😍









22.9.20 22:01


Der harten Matratze und meinem zirkadianen Rhythmus sei Dank lag ich bereits seit 6 Uhr morgens wach und konnte nicht mehr schlafen. B hingegen hatte noch zwei entspannte Stunden vor sich, in denen er seelenruhig geschlafen hat. Indes habe ich gepackt und für einen reibungslosen Check In in La Spezia gesorgt, wohin wir gegen halb 10 Uhr aufbrauchen. Doch zuerst gab es ein kleines aber feines italienisches Frühstück im Café um die Ecke. Es gab einen köstlichen Cappuccino für uns beide und italienisches Gebäck, denn der Italiener braucht nicht mehr, um in den Tag zu starten - wir natürlich auch nicht.
Für mich gab es im Auto trotzdem noch einen Apfel und Feigen und B wurde mit Trockenobst-Snacks versorgt, denn ich habe versprochen eine gute Beifahrerin zu sein, die nicht nur schläft. Jeder, der schon einmal mit dem Auto und mir unterwegs war, weiß, dass mir in der Regel sofort die Augen zufallen und ich einschlafe, nur um an einem Rasthof oder am Ziel wieder aufzuwachen. Ich schlage mich also bisher sehr gut!



Da wir früher losgefahren sind als ursprünglich geplant, organisierte ich von unterwegs den Check-in, sodass wir schon zwei Stunden vorher ohne Probleme einchecken und in die Stadt gehen konnten. Nachdem ich B die leere Stadt gezeigt habe, ging es direkt zum Bahnhof und von dort aus mit dem Zug nach Riomaggiore, damit B eines der Fünf Dörfer auch einmal von Innen gesehen hat. Wir haben ein paar schöne Stunden in dem Dorf verbracht und leckere, frische Meeresfrüchte gesnackt, ehe es zurück nach La Spezia ging, wo wir uns zum Abendessen richteten und auf eine bequeme Matratze hofften.









Der zweite Tag in La Spezia begann ruhig und glücklicherweise mit guten Wetter, von Regen keine Spur ☀️ Wir frühstückten daher auf unserem Balkon und machten uns anschließend direkt auf den Weg zum Hafen, um den Golf der Poeten mit dem Schiff zu erkunden. B wurde währenddessen leider etwas seekrank,unklar ist nur, ob es an dwe unruhigen See lag oder an den Schweizern um uns herum, die wir irgendwann nicht mehr hören konnten. Nichtsdestotrotz: Hier ist es einfach schön. Von Montemarcello bis Porto Venere, vorbei an Lerici und La Spezia kann man antike Kirchen und Burgen auf den Felsen direkt über dem Meer entdecken und die Herrschaftsvillen reihen sich neben den bunten Häuser der Fischer. Wir gingen erst in Monterosso vom Schiff und bummelten durch die Gassen. Anschließend ging es am Mittag wieder zurück nach Riomaggiore und nach Porto Venere, ehe es zurück nach La Spezia ging.
Am. Himmel deutete sich bereits an, was wir für den heutigen Tag befürchtet haben: Regen. 🌧️ Mal gucken, was das Wetter bringen wird, insbesondere in Pisa, denn dahin geht es morgen für die nächsten drei Tage ✌️Arrivederci!











21.9.20 22:00


Tag 1 + 2 Como und Brunate

Wir starteten unsere Reise ganz entspannt am frühen Vormittag, um dann nach 4 Stunden genauso entspannt in Como am Comer See anzukommen. Hier startet unsere kleine Tour durch Italien, mit der wir etwas mehr als 2500 km hinter uns bringen werden:





Mit zwei überschaubaren Staus fanden wir unseren Weg nach Como und erkundeten direkt darauf die schöne Stadt. Meine Lieblingspizzeria hatte noch nicht geöffnet, also setzten wir uns in ein Café nebenan, um ein Aperitif zu trinken. Wie in Italien üblich, haben wir Häppchen dazu serviert bekommen, doch in diesem Café war es im Stil von "Tischlein deck Dich", denn sobald der Teller leer war, wurde uns ein Neuer hingestellt. Wir waren also schon etwas gesättigt, als wir in der Pizzeria ankamen und ein "kleines" Stück "Pizza" bestellten. Nichtsdestotrotz war die Pizza herrlich und was wir nicht mehr essen konnten kam einfach mit nach Hause. Ich zeigte B noch in Ruhe die Stadt ehe wir abends nach Hause spazierten.








Corona ist hier deutlich präsenter als in Südfrankreich. Kontaktdaten werden notiert und die Temperatur von Gästen wird häufig und vielerorts gemessen. Dennoch: Kerngesund ging es am zweiten Tag für uns hoch hinaus und zwar nach Brunate auf 1085 Meter Höhe. Nach einem klassischen, italienischen Frühstück ("Un espresso e un cornetto, per favore ") fuhren wir mit der beliebten Standseilbahn, die schon seit 1821 in Betrieb ist, von Como nach Brunate und genossen von dort aus den Ausblick auf Como mit einem kleinen Snack bestehend aus frischen Feigen ❤️ Es begann leicht zu regnen, sodass wir uns rasch auf den Rückweg machten um durch die Stadt zu bummeln und um über den Markt zu schlendern, der jeden Samstag stattfindet. Nach einer kurzen Pause im Hotel spazierten wir am Abend nochmal am See entlang und gönnten uns erneut ein Aperitivo und Birra Grande. Morgen Vormittag geht es weiter und zwar nach La Spezia und ich freue mich schon sehr darauf wieder dort zu sein 😚







19.9.20 09:22